Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Die Traditionelle Chinesische Medizin entstand in China vor ungefähr 3000 Jahren.
Sie ist ein umfassendes Heilsystem bestehend aus Untersuchung, Diagnose und Behandlung. Anfangs betrachtete man sie als vorbeugende Heilkunde, zur Ausbildung und Erhaltung der Gesundheit. Im Westen kennen wir fast ausschließlich die Akupunktur. Diese ist jedoch nur ein Fragment der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Das Gebäude der TCM steht auf fünf Säulen:
1. Chinesische Arzneimitteltherapie
2. Akupunktur und Moxibustion
3. Tuina-Massage
4. Medizinisches Qigong/Tai Chi Chuan
5. Chinesische Diätetik
Bei unseren zahlreichen Studienaufenthalten und Praktika in den verschiedensten Krankenhäusern in China ( siehe: Wir über uns) haben wir festgestellt, dass der Anteil der Akupunktur Behandlungen nur ca. 30% ausmacht.
Der Rest verteilt sich auf die anderen Behandlungsverfahren, wobei der Anteil der Chinesischen Arzneimitteltherapie deutlich überwiegt.
Die TCM ist eine Heilkunst und eine Wissenschaft, die uns lehrt, wie der ganze Mensch als Körpergeistseele zu verstehen ist, wie man das Zustandekommen von Gesundheit und Krankheit erkennt, und wie man im Einzelfall die Wiederherstellung der verlorengegangenen Gesundheit bewerkstelligt.
Der wesentliche Unterschied zwischen der Westlichen Medizin und der Östlichen Heilkunde besteht in dem grundlegenden Konzept der Chinesen von der Lebenskraft, der Qi-Energie (gespr.: Tschi), die harmonisch und ausgeglichen in uns fließt.
Diese Harmonie, diese Ausgeglichenheit, das ist Gesundheit!
Wenn die Lebenskraft nicht in der richtigen Weise fließt, entstehen Disharmonie und Unausgeglichenheit.
Disharmonie und Unausgeglichenheit bedeuten Krankheit!
In der Regel erfahren wir durch ein Symptom, das wie ein Notsignal funktioniert, daß wir krank sind. Dieses Signal sagt uns, daß etwas nicht stimmt, daß etwas falsch ist.
Vielleicht fühlen wir die Störung als Migräne, als Magengeschwür, zeitweilige Depressionen, Arthritis, Schlaflosigkeit oder als sonstige Beschwerden.
Akupunktur und Diagnose
Die wichtigsten Diagnoseformen sind auch heute noch die Puls- und Zungendiagnose.
Anhand der dabei festgestellten Befunde wird dann eine speziell auf den Einzelfall ausgerichtete Therapie eingeleitet. Diese orientiert sich an den Eingangs bereits aufgeführten 5 Säulen.
Weitere Informationen finden Sie unter: Akupunkturbehandlung Bodensee
Akupunktur und Moxibustion
Die ersten Hinweise auf eine Behandlung mit Nadeln reichen in die Zeit vor 2000 v. Chr. zurück. Seitdem ist das Wissen um die komplexen Zusammenhänge der Akupunktur ständig erweitert worden. Durch Verfeinerung der Technik und der benutzten Materialien ist die Akupunktur zu einer nahezu schmerzlosen Behandlung geworden.
Die Auswahl der richtigen Einstichstellen ergibt sich aus dem Studium der Leitbahnen, oder Meridianen, auf denen die mehr als 360 Hauptakupunkturpunkte lokalisiert sind.
In diesen Leitbahnen zirkuliert nach chinesischen Vorstellungen die Lebensenergie Qi. Kommt es zu einer Blockierung dieses Energieflusses, sind Schmerzen und Krankheit die Folge.
Die Akupunktur versucht dann durch die Anregung bzw. Harmonisierung des Qi diese Stagnation zu beheben. Dazu werden auch vom Schmerzort weit entfernt liegende Punkte genadelt.
Abhängig von der Diagnose werden bei Bedarf zusätzliche Manipulationsmethoden wie das Schröpfen oder die Moxibustion (Abbrennen von Beifuß-kraut über den Akupunkturpunkten) angewandt.
Moxibustion und Akupunktur sind als integrale Einheit zu sehen.
Dies wird durch das chinesische Wort für Akupunktur "Zhenjiu" verdeutlicht, was soviel wie "Stechen und Brennen" heißt.
Neben dem schmerztherapeutischen Ansatz hat die Akupunktur auch einen regulativen Effekt auf die inneren Organe.
Therapieerfolge setzen hierbei aber genaue Kenntnisse der traditionellen Pathophysiologie und Diagnostik voraus.
Innerhalb der Diagnostik spielen neben der Befragung des Patienten die Zungen- und Pulsdiagnostik eine entscheidende Rolle.
Aufgrund der gestellten Diagnose werden im allgemeinen 2 - 8 Punkte pro Körperhälfte genadelt und die Nadeln für 20 - 30 Minuten belassen.
Häufigkeit und Frequenz der Sitzungen richtet sich nach Schwere und Chronizität der Erkrankung.
Kosmetische Akupunktur (Kosmetik Schönheits Akupunktur)
Die kosmetische Akupunktur erfreut sich immer größerer Popularität. Besonders in den USA hat sie sich bereits einen festen Platz im medizinischen Schönheitsbetrieb gesichert. Kosmetische Akupunktur ist keine rein kosmetische Angelegenheit, sondern basiert auf den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Kosmetische Akupunktur ist eine schmerzlose Behandlung mit sehr feinen Nadeln um die Elastizität der Gesichtshaut anzuregen, zu straffen und damit ein “junges Aussehen” zu erreichen.
Kosmetische Akupunktur ist eine sehr effektive Methode zur Behandlung von Falten z.B. um die Augen, Stirn, Lippen, Nase und Kinn.
Die kosmetische Akupunktur bewirkt eine Gewebsstraffung der Haut durch vermehrte Kollagen-Bildung. Die Haut wird straffer, glatter und gewinnt an Elastizität. Deshalb wird sie auch gerne bei der Behandlung von Cellulite, bzw. zur allgemeinen Gewebsstraffung eingesetzt.
Zitat aus der Züricher Zeitung vom 13.09.2003: "Die Kosmetik die von innen kommt!"
....Wenn TCM erfolreich bei der Behandlung von feinen Fältchen angewendet wird, heisst das nicht, dass sie den Alterungsprozess stoppen kann. "Hingegen kann die TCM die Hautalterung verzögern", sagt Dr. Yu Lan. Neurodermitis, Ekzeme oder Hauterkrankungen, die auf Allergien zurückgehen, sollen ebenso erfolgreich behandelt werden können...
Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Akupunktur am Bodensee
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